Protestbrief an die Berliner FDP

Werden Sie aktiv und unterstützen Sie die Schließung des Flughafens Tegel. Schreiben Sie den nachfolgenden Protestbrief an den Fraktionsvorsitzenden der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Herrn Sebastian Czaja:

Bürger schützen statt Wirtschaftsinteressen!

Sehr geehrter Herr Sebastian Czaja,

Sie haben für eine neue Mentalität in Deutschland geworben. Der Flughafen Tegel sei dafür ein Symbol, Chancen nicht vorbeiziehen zu lassen. Da nehme ich Sie beim Wort. Denn in der Tat: Berlin braucht das Flughafengelände in Tegel - als Wohnungs-, Wirtschafts- und Hochschulstandort. Hier wird ein 5 Quadratkilometer großes Gebiet für die Zukunft Berlins nutzbar. 9.000 neue Wohnungen werden gebaut. Auf dem geplanten neuen Wissenschafts- und Industriestandort soll die Beuth-Hochschule und die Berliner Feuerwehrakademie angesiedelt sowie Platz für Startups und Flächen für kreative Unternehmen geschaffen werden. Es könnten bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Es ist enttäuschend, dass Ihre Partei diese Chance auf Tausende von Arbeitsplätzen und Wohnungen am Standort Tegel aus wahltaktischen Gründen aufs Spiel setzt.

Empört nehme ich zudem zur Kenntnis, dass für die FDP Profitinteressen von Konzernen wie dem Biliganbieter Ryanair scheinbar mehr Gewicht haben als der Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Der Lärm des innerstädtischen Flughafens schädigt die Gesundheit von mehr als 300.000 Menschen im Berliner Norden. Innerhalb Deutschlands ist Tegel der Flughafen mit den meisten durch Lärm betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern: 185.000 Flugzeuge jährlich donnern mit bis zu 90 Dezibel über dicht bebaute Wohngebiete im Norden Berlins. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass ein Schallpegel von über 65 Dezibel zu Schlafstörungen führt und das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislaufstörungen erhöht.

Der Flughafen Tegel ist ein Sicherheitsrisiko. Der Flughafen ist mit einem völlig veralteten Brandschutzsystem ausgestattet. Ein Flugzeugabsturz über dicht bewohntem Gebiet hätte katastrophale Folgen.

Das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm regelt, dass Anwohnerinnen und Anwohnern vor Gefahren, erheblichen Nachteilen und Belästigungen durch Fluglärm geschützt werden müssen. Bei einer Novellierung beschlossen die Gesetzgeber 2007 eine Senkung der Lärmwerte rund um zivile Flughäfen. Nur Tegel ist von diesem Gesetz ausgenommen, da die Gesetzgeber von einer Schließung ausgingen. Sollte der Flughafen aber weiterhin nicht geschlossen werden, würde die Ausnahmeregelung spätestens im Jahr 2019 verfallen. Uns betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern stünden dann Lärmschutzmaßnahmen zu, deren Kosten sich nach aktuellen Schätzungen auf bis zu 2,5 Milliarden Euro summieren würden.

Der Flughafen Tegel wurde ohne Planfeststellungsverfahren auf „Anordnung“ der ehemaligen Besatzungsmächte beschlossen und würde heute aus den genammten Gründen der Sicherheit und wegen des Lärmschutzes durch kein Planfeststellungsverfahren zugelassen werden.

Tegel muss sechs Monate nach Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER schließen. Das hat der Berliner Senat mit Blick auf die hohe Fluglärmbelastung eines Innenstadtflughafens bereits 2004 beschlossen. Die Gerichte haben diese Entscheidung in mehreren Instanzen bestätigt.

Wir Bürgerinnen und Bürger verlassen uns auf die Zusagen der Landes- und der Bundesregierung – auch nach der Wahl.

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Nach dem Senden bekommen Sie eine Email mit einem Aktivierungslink. Erst mit dem Klick auf den Link wird Ihr Protestbrief versendet. Ihre Daten werden ausschließlich für diese Kampagne genutzt und gespeichert. Weitere Informationen hierzu unter » Datenschutz.

   

Dieser Protestbrief wird per Email an die Empfänger sebastian.czaja [at] fdp-fraktion.berlin gesendet. Ihre eingegebenen Formular-Daten werden als Absender eingetragen.

155 Personen haben bereits diesen Protestbrief an die Berliner FDP geschrieben.

Die letzten Unterzeichnerinnen und Unterzeichner sind:

ute dorsch 13158 13158 15.10.2017
Dr. Eckhard Beyme 13156 Berlin 15.10.2017
Ria Keulon 13156 Berlin 15.10.2017
Ute Kast 13059 Berlin 15.10.2017
Markus Neumann 13584 Berlin 02.10.2017